Touristinfo und Rügenshop am Hafen Sassnitz - Insel Rügen

Touristinformation:

Kreide und Sanddorn


Die Jasmunder Kreide


         Kreidemuseum Neddesitz                 Kreidewerk Klementelwitz

Schon die ersten Sommerfrischler Ende des 19. Jahrhunderts suchten in Sassnitz vor allem Erholung von Lärm und schlechter Luft der wachsenden Städte. Gesund ist ein aktiver Urlaub auf Jasmund auch heute noch. Die Waldluft der Küstenwälder verbunden mit der jodhaltigen Seebrise, reinigt die Atemwege und erhöht die Sauerstoffzufuhr. Pensionen und Hotels auf Jasmund profitieren von ihrer Nähe zur vielgestaltigen und ursprünglichen Natur – was die Wellness- und Gesundheitsangebote angeht, stehen sie oft mit den großen Ostseebädern auf einer Stufe.
Das bedeutendste Ausgangsprodukt für Gesundheit und Schönheit aus Jasmunds Naturapotheke ist die Rügener Heilkreide. Als „Original Rügener Heilkreide“ wird sie im Kreidewerk in Klementelvitz bei Sassnitz gewonnen, dem letzen von einst vierzig Familienbetrieben, die dass „weiße Gold der Insel“ abgebaut haben. Schon um 1910 begann man auf Rügen die heilende Kraft des Naturstoffes einzusetzen. Über die Geschichte von Abbau und Nutzung der Kreide informiert das Kreidemuseum in Gummanz.
Von vielen Physiotherapeuten und Wellness-Spezialisten wird die Kreide heute wieder erfolgreich eingesetzt. Eigens erstellte Gutachten wiesen nach, dass sie ein wertvolles Peloid und daher heilsam und sehr gut geeignet, in der klassischen Kreidetherapie eingesetzt zu werden. Kreide wirkt bei rheumatischen Krankheiten und Erkrankungen des Bewegungsapparates ebenso wie bei Gicht, Osteoporose und Muskelverspannungen. Auch urologische Krankheiten und solche des Magen-Darmbereiches können mit ihrer Unterstützung erfolgreich behandelt werden.
Anders als Fango oder Algen, behebt das klare Weiß der Rügener Kreide, ihre feincremige Struktur und Geruchlosigkeit jedoch auch die Sinne. Als Bad, versetzt mit aromatischen Zutaten, wirkt sie wahre Wunder. Für kosmetische Zwecke wird sie mit Meerwasser, Sahne, Stutenmilch oder Sanddorn angerührt. Auch in Sassnitz wird die gesunde Kraft der Rügener Heilkreide medizinisch eingesetzt. Verschiedene Physiotherapeuten kooperieren zudem mit Sassnitzer Hotels. Unter Titeln wie „…sich verwöhnen lassen“ oder „Fit für den Alltag“ bieten sie Arrangements zur sinnlichen Erfahrung dieser Jasmunder Naturprodukts an.

Ruegener Sanddorn - Foto: Mirko Boy www.Ruegenfotos.de Sanddorn
Der Sanddorn wird auf Grund seines hohen Vitamin C-Gehaltes und weiterer gesundheitsfördernder und heilender Inhaltsstoffe auch die "Zitrone des Nordens" genannt. Mit seinen kurz vor der Erntezeit weit leuchtenden gelben, orangefarbenen bis roten Beeren prägt er die Küste Mecklenburg- Vorpommerns. Hier wächst er besonders gut, ursprünglich kommt der Sanddorn aber aus dem asiatischen Raum.

Der Sanddorn ist zweihäusig. Das heißt, männliche und weibliche Blüten stehen auf verschiedenen Pflanzen. Männliche und weibliche Pflanzen sind in natürlichen Beständen annähernd in gleicher Anzahl vorhanden. Im Frühsommer bilden sich die ersten Früchte, die sich dann ab Anfang August gelb färben. Die Ernte beginnt im September.
Besonders in den letzten Jahren hat die Vielfalt an Sanddornprodukten zugenommen. Marmeladen, Konfitüren, Gelees, Weine und Liköre, Tee, Säfte und Bonbons gehören ebenso dazu wie Kosmetikprodukte wie Seife, Cremes und die verschiedensten Mittel zur Körper- und Schönheitspflege. (siehe auch "Der Sanddorn - Herkunft, Anwendung & Rezepte" von Frank Löser, erschienen im Demmler Verlag).

Eine, die den Sanddorn liebevoll und mit viel Aufwand verarbeitet, ist die SANDDORNHEXE von Rügen. Sie lebt in der weiten und stillen Landschaft Rügens und sammelt zur Erntezeit Sanddorn, Wildfrüchte sowie Kräuter und "braut" daraus köstliche Sandornzaubereien, die sehr begehrt sind. Mit etwas Glück begegnet man ihr auf Märkten und Festen der Insel und kann Ihre Leckereien als originelles und vor allem gesundes Mitbringsel erwerben. Bei der Sanddornhexe gibt es keine Massenware, alles ist phantasievoll erdacht und in Handarbeit hergestellt. (Verkauf auch im Geschäft der "Ummanz-Keramik" in Waase gleich neben der Kirche oder

in Gingst am Markt im Geschäft "Feinste Regionalwaren")
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